Korschenbroich (NGZ). Nachdem sich beim Vogelschuss kein Schützenkönigs-Bewerber gefunden hat, wird der Vorstand des Schützenvereins Glehn nun Gespräche mit Kandidaten führen. Ein Fest ohne Schützenkönig wäre ein Novum in der Historie des Vereins.

Trauriges Novum in der 126-jährigen Geschichte des Schützenvereins Glehn: Nachdem sich beim Vogelschuss kein Bewerber fand, musste sich Präsident Hubert Tokloth zum Abschluss des Heimatfestes darauf beschränken, das bisherige Schützenkönigspaar Michael und Marlene Schröder zu verabschieden, ohne einen Nachfolger zu inthronisieren. Die von Michael Schröder getragene Königskette nahm beim "krönungslosen Krönungsabend" Schatzmeister Wolfgang Engels in Verwahrung.

In Panik geraten ist der Vorstand angesichts der misslichen Situation nicht. Hubert Tokloth und seine Mitstreiter haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch noch einen Bewerber zu finden. Bis zum 10. Oktober haben sie sich Zeit gegeben, nach einem neuen Schützenkönig zu suchen. "Am 18. Oktober haben wir unsere Abrechnungsversammlung und am 19. feiern wir den Jägerball", verweist Tokloth auf die beiden letzten großen Schützen-Events dieses Jahres. Für das "Worst-Case-Szenario" – also wie es weiter ginge, wenn sich kein Schützenkönig finden sollte – hat die Führungsriege Tokloth zufolge "noch keine Überlegungen angestellt".

Kleinere Schützenvereine in der gesamten Region haben die Erfahrung, ohne einen Thronfolger da zu stehen, teilweise schon mehrfach gemacht – mit dem Schützenverein Glehn hat es jetzt aber einen der "Großen" erwischt. Wobei dies angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht völlig überraschend kommt. Schon der im Juni 2012 verstorbene Präsident Udo Brockers hatte in den vorangegangenen Jahren zunehmend Mühe, Königsaspiranten zu finden. Was die Ursachen angeht, dass Schützenvereine zunehmend Probleme haben, Königsbwerber zu finden, rangieren die finanziellen Belastungen sowie zunehmende zeitliche und berufliche Belastungen vieler Schützen stets auf den vorderen Rängen. Michael Schröder jedenfalls, den die Schützen und Festgäste bei seiner Abdankung mit stehendem Applaus bedachten, nutzte seine "Abschiedsrede" dazu, noch einmal kräftig für das Amt des Schützenkönigs zu werben: "Ihr alle habt uns durch dieses sehr schöne und freudige Königsjahr getragen. Ich hoffe, dass sich jemand findet, der sich einen Ruck gibt und das auch erleben möchte." Stephan Lipgens, Brudermeister der Glehner St. Sebastianus-Bruderschaft, ist "traurig", dass das Schützenfest jetzt ohne einen neuen König endete. Die 1440 gegründete Bruderschaft war bis zur Gründung des Schützenvereins 1887 für das Schützenfest in Glehn zuständig. Dass sie seither kein Fest von diesen Dimensionen mehr feiert, macht es für die Bruderschaft natürlich einfacher: "Auch für 2014 haben wir bereits einen König", sagt Lipgens – wohl wissend, dass dies in der aktuellen Situation kein Trost für den Schützenverein ist, in dem er als "einfaches Mitglied" mitmarschiert.

Hubert Tokloth gibt sich derweil unverdrossen: "Wir haben schon etliche Gespräche geführt, weitere werden folgen", sagt er – und wird die Suche nach einem König noch gut einen Monat lang fortsetzen.

 

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